The Green Room Project – Mit Longboards und Surfbrettern die (Um-)Welt retten

Im Kieler Surf- und Longboardshop Green Room dreht sich alles um ökologisch wertvolle Produkte.

Im Kieler Surf- und Longboardshop Green Room dreht sich alles um ökologisch wertvolle Produkte.

The Green Room Project, das klingt für die meisten wohl nach einem innovativen Konzept für Raumdesign oder der neusten Salatbar. So manch einem schwebt vielleicht auch noch ein Treffpunkt für Greenpeace-Aktivisten vor. Auf jeden Fall – da sind sich wohl alle einig – muss es  irgendetwas mit Pflanzen zu tun haben. Wer an Pflanzen denkt, liegt schon mal gar nicht so verkehrt. Tatsächlich ist der Green Room allerdings – wer hätte es gedacht – ein Kieler Surf- und Longboard-Shop.

surfbretter

Neben Longboards werden auch Surfbretter und Zubehör, wie Boardshorts und Neoprenanzüge, angeboten.

The Green Room Project = Surfbretter, Longboards, Sneaker und Badeshosen? Da kommt schnell die Frage auf, warum der Laden dann nicht einfach Surf-, Skate- oder Rollshop heißt? Gute Frage, einfache Antwort: Der Namen des Shops ist nämlich nicht seiner Optik geschuldet, sondern dem besonderen Konzept dahinter, verrät uns Geschäftsführer Stefan Krebs, der im Jahr 2010 zusammen mit Malte Simon, ebenfalls Geschäftsführer, The Green Room Project ins Leben rief. Die beiden Männer betrieben zu der Zeit bereits die Surf Line Kiel GmbH und wollten ursprünglich „nur“ eine zweite Filiale eröffnen. Selbst leidenschaftliche Surfer und Longboarder, wussten sie allerdings wie wichtig der Erhalt der Natur für ihren Sport ist. So kam ihnen bald die Idee, sich selbst für den Schutz von Natur und Umwelt einsetzten. Also überlegten sie, wie sich ihr Projekt eines geplanten zweiten Ladens und der Wunsch, einen Teil zum Schutz der Umwelt beizusteuern, vereinen ließen – damit war der Grundstein des Green Room Projects gelegt. Schnell war das Konzept klar: ein Shop mit Produkten aus nachhaltiger Herstellung, von Firmen, die sich ebenfalls für den Erhalt der Umwelt einsetzten. Der neue Laden sollte es den Kunden ermöglichen, auch in puncto Sport und Freizeit auf faire und nachhaltige Produkte zurückzugreifen, genauso wie sie es beim Lebensmittelkauf tun können.

Hier gibt es coole Schuhe und Klamotten aus ökologisch angebauter Baumwolle. Gut für Euch und die Umwelt.

Hier gibt es coole Schuhe und Klamotten aus ökologisch angebauter Baumwolle – Gut für Mensch und Umwelt.

Mit jedem Kauf ein Stück Natur retten
Diese Rollen enthalten Zucker und bestehen damit zu einem Teil aus nachwachsenden Rohstoffen.

Diese Rollen enthalten Zucker und bestehen damit zu einem Teil aus nachwachsenden Rohstoffen.

„Soweit es uns möglich war, haben wir die Produkte für unser Angebot ausgewählt, die möglichst ökologisch wertvoll sind. So stammt beispielsweise jegliche Baumwolle, die in den hier angebotenen Kleidungsstücken verarbeitet wurde, zu 100 Prozent aus ökologischem Anbau. Oder nehmen wir die Rollen für unsere Longboards: Diese bestehen nicht nur aus Polyurethan, sondern enthalten auch pflanzliche Öle oder Zucker. Auch bei den Neoprenanzügen haben wir bewusst Modelle ausgewählt, die vermehrte Anteile pflanzlicher Fasern in sich tragen. Das ist nicht nur für die Umwelt besser, sondern auch für die Haut. Eine ausschließliche Herstellung aus nachwachsenden Rohstoffen ist in vielen Bereichen, besonders bei Hardware wie Boards und Rollen, leider noch nicht möglich, aber sofern Alternativen zu den herkömmlichen Produkten existieren, findet man sie auch hier bei uns im Shop“, sagt Stefan Krebs. Aus diesem Grund finden sich im Sortiment des Green Room Projects auch nur Marken, die für die Herstellung ihrer Produkte auf nachwachsende Rohstoffe oder recycelte Materialien zurückgreifen – wie zum Beispiel Patagonia, Picture, Arbor oder Kun Tiqi. Viele der Marken aus dem Sortiment des Green Room Projects setzten nicht nur auf eine nachhaltige Produktion, sondern engagieren sich auch noch darüber hinaus, indem sie jährlich feste Anteile ihres Umsatzes an Umweltschutzprojekte und Organisationen spenden, oder gar eigene Aktionen ins Leben gerufen haben. Diesem Beispiel wollten auch Stefan Krebs und Malte Simon folgen und sind deshalb Mitglied von One percent for the planet geworden. One percent for the planet ist eine gemeinnützige Organisation, die 2002 von den Eigentümern der Bekleidungsfirma Patagonia gegründet wurde. Alle Mitgliedsunternehmen verpflichten sich, jährlich einen Prozent ihres Umsatzes zu spenden. An wen die Spende letztlich geht, entscheidet jedes Unternehmen selbst. Einzige Bedingung: es muss eine der mehr als 1500 von One percent for the planet als seriös eingestuften Umweltschutzorganisationen sein. Die beiden Green Room-Jungs haben sich für die Sea Shepherd Conservation Society oder kurz Sea Shepherd entschieden. Sea Shepherd (zu deutsch Meereshirte) ist eine Organisation, die sich für den Schutz der Meere und den Kampf gegen Walfang und Robbenjagd engagiert. „Wir betreiben einen Surfshop, da lag es natürlich nahe eine Organisation zu wählen, die sich besonders für den Schutz der Meere einsetzt“, erläutert Stefan Krebs.


wood skateboarding

 

Longboards – Made in Germany

Was die Longboards betrifft, setzen Malte Simon und Stefan Krebs besonders auf Regionalität und verkaufen fast ausschließlich Boards deutscher Firmen wie Sick of Winter und Kaliber aus Köln, Root Longboards aus Stuttgart, TD aus Braunschweig oder Olson & Hekmati aus Mainz. Alle Decks dieser relativ kleinen Manufakturen werden per Hand in Deutschland gefertigt. Zum Teil sogar aus heimischen Hölzern. Qualität hat natürlich auch ihren Preis: Komplettboards sind im Green Room ab 229 Euro erhältlich. Damit kosten sie zwar etwa doppelt soviel wie eins aus dem Supermarkt, haben allerdings auch deutlich mehr zu bieten. Neben einem guten Gewissen erhält man vor allem auch hochwertige Bauteile und eine sehr gute Verarbeitung für sein Geld – und das macht sich spätestens beim Fahren bemerkbar.

Im Sortiment des Green Room finden sich hauptsächlich Longboards deutscher Hersteller, wie zum Beispiel Sick of the Winter.

Im Sortiment des Green Room finden sich hauptsächlich Longboards deutscher Hersteller, wie zum Beispiel dieses von Sick of  Winter.

Neben Komplettboards kann man sich im Green Room natürlich auch noch mit Zubehör und Ersatzteilen wie Decks, Rollen, Achsen, Schonern oder Helmen ausstatten, oder ein Board ganz nach den eigenen Wünschen zusammenstellen. Natürlich ist auch hier alles soweit es geht aus nachhaltiger und ökologischer Produktion.

Das Angebot des Green Room Projects umfasst aber noch weit mehr als den Verkauf von Hardware, Zubehör und Kleidung. Auch der Verleih von Surfbrettern und Longboards sowie Workshops und Longboard-Sessions gehören zum Service.

Workshops, Sessions und Co.

Ausleihen kann man sich ein Board gegen eine Gebühr von fünf Euro pro Tag – für eine ausgiebige Probefahrt vor dem Kauf oder einfach so. Wer allerdings innerhalb eines Monats auch ein Board im Green Room erwirbt, bekommt die Leihgebühr auf den Kaufpreis angerechnet.

The Green Room Project

Gegen Gebühr kann man sich auch Longboards und Surfbretter ausleihen.

Anfänger-Workshops sowie spezielle Slide-Workshops für Fortgeschrittene werden in unregelmäßigen Abständen angeboten. Die Teilnahme an den zwei- bis dreistündigen Kursen kostet fünf Euro. Schutzkleidung (Helm und gegebenenfalls Schoner) und Board sind selbst mitzubringen, beziehungsweise ein Board kann auch zuvor im Shop ausgeliehen werden. Wann der nächste Workshop stattfindet, erfahrt Ihr unter http://www.greenroomproject.de/events oder auf Anfrage beim Shop (Telefon: 0431/24746327; anfrage@thegreenroomproject.de).

Während der warmen Hälfte des Jahres findet zusätzlich auch einmal pro Monat die Rollrunde statt. Die Rollrunde ist eine lockere, geführte Tour durch Kiel, an der sowohl langjährige Fahrer als auch Neu-Longboarder teilnehmen können. Sinn der Rollrunde ist es nämlich, nicht ein besonderes Können zu präsentieren, sondern in der Gruppe Spaß zu haben und gemeinsam die Ausfahrt zu genießen. Start ist immer vor dem Green Room in der Beselerallee 64 in Kiel. Ende der Tour ist jedes Mal an einem anderen Ort. Gefahren wird ein bis zwei Stunden lang und danach wird noch gemeinsam gegrillt. Die Teilnahme an der Rollrunde ist kostenlos und ohne Voranmeldung möglich – einfach zur angegebenen Startzeit vor dem Laden einfinden. Ein Board sowie gegebenenfalls Schutzkleidung muss selbst mitgebracht werden oder kann ansonsten gegen Gebühr ausgeliehen werden.

In der Regel findet die Rollrunde am ersten Donnerstag des Monats ab 18 Uhr statt. Die genauen Termine könnt Ihr aber unter http://www.greenroomproject.de/events oder https://www.facebook.com/pages/The-Green-Room-Project/111301465567952?fref=ts finden.

Hier findet Ihr den Green Room:

GreenRoomProject
Beseler Allee 64
24105 Kiel

Telefon: 0431/24746327

E-Mail: anfrage@thegreenroomproject.de

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag: 11 bis 19 Uhr

Samstag: 11 bis 15 Uhr

Weitere Infos sowie aktuelle  Öffnungszeiten und Preise:

http://www.greenroomproject.de

https://www.facebook.com/pages/The-Green-Room-Project/111301465567952?fref=ts

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1 Antwort

  1. 12. Mai 2015

    […] The Green Room Project in Kiel: In diesem Longboard- und Surfshop dreht sich alles um den Schutz der Umwelt. Sämtliche Klamotten, Boards und Co. stammen aus möglichst ökologischer Produktion. Außerdem veranstalten die Jungs des Green Room regelmäßig kostenlose  Longboardtouren durch Kiel mit anschließendem gemeinsamen Grillen. […]

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