Subvert Skate School – Von Anfänger bis Halfpipe

Subvert-Gründer und Workshopleiter Volker Lux geht auf jeden seiner Schüler individuell ein.

Subvert-Gründer und Workshopleiter Volker Lux geht auf jeden seiner Schüler individuell ein.

Longboard oder Skateboard? Street oder Vert? Beim Workshop der Subvert Skate School kann man alles ausprobieren und herausfinden, was einem gefällt.

Ein sonniger Sonntagvormittag in Hamburg-Eimsbüttel. Noch ist es ruhig vor dem Eimsbüttler Bezirksamt. Doch das soll sich schnell ändern. Wo sonst Verwaltungsbeamte ihre Mittagspause genießen, findet heute ein Workshop der Subvert Skate School statt. Um die 15 Skate-Lehrlinge im Alter von 6 bis 40 Jahren sowie eine Handvoll Eltern und Geschwister haben sich dort bereits versammelt und warten gespannt auf die Ankunft ihres Trainers. Dann ist es endlich so weit: Der Transporter von Lux, wie Workshopleiter Volker Lux sich selbst nur nennt, rollt vor.

Auf dem E-Board mit eingebautem Motor und passender Fernbedienung lässt es sich besonders für Anfänger entspannt fahren.

Auf dem E-Board mit eingebautem Motor und passender Fernbedienung lässt es sich besonders für Anfänger entspannt fahren.

Schnell werden gut zwei Dutzend Skate- und Longboards ausgepackt und die Musik für die richtige Skate-Atmosphäre angestellt. Dann geht es auch schon los. Zunächst erläutert Lux die unterschiedlichen Boards und ihre jeweiligen Vorteile, denn die Auswahl ist groß: Longboards in verschiedenen Größen und Formen, diverse Skateboards, Balanceboards zum Gleichgewichtstraining, Softtrucks zur Trockenübung von Tricks wie Olli und Kickflip und sogar ein Elektroboard mit eingebautem Motor und Fernsteuerung. Schnell noch eine kurze Erklärung der Basics wie „richtiger Stand auf dem Board“, pushen (Schwung holen), lenken und springen und  ab geht’s. Wer kein eigenes Board mitgebracht hat, schnappt sich einfach eines der unzähligen Leihboards.

Sogennante Softtrucks aus Gummi anstelle von Rollen erleichtern das Üben von Tricks.

Sogennante Softtrucks aus Gummi anstelle von Rollen erleichtern das Üben von Tricks.

Zunächst übt jeder für sich fahren, lenken und gegebenenfalls springen. Währenddessen beobachtet Trainer Lux die Teilnehmer, korrigiert Fehler und gibt Tipps. Überall rollen nun die Skate-Neulinge auf ihren Boards hin und her, üben Tricks und helfen sich gegenseitig. Bei so viel Eifer kitzelt es auch die Eltern und die ein oder anderen Väter und Mütter steigen selbst mal aufs Board.

Nach dem Street-Teil folgen erste Übungen im Skatepark. Während viele der Kids ganz wild darauf sind, endlich in die Halfpipe gehen zu können, halten sich die Erwachsenen voller Respekt vor der scheinbaren Gefahr meist als Beobachter im Hintergrund. Völlig zu unrecht wie Trainer Lux Fitte Nordlichter erläutert: „Viele trauen sich zunächst nicht in die Halfpipe und haben Angst vor Stürzen und Verletzungen. Außerdem glauben die meisten, sie müssten sich gleich von oben hineinstürzen, so wie man das von den Profis im Fernsehen kennt. Das ist jedoch völliger Quatsch. Gerade unter Anleitung ist das Pushen in der Halfpipe ideal für Anfänger, um die ersten Erfolgserlebnisse einzufahren und ein Gefühl für das Board zu bekommen. Zudem ist die Verletzungsgefahr dabei äußerst gering. Kommt es zu einem Sturz, fällt man in der Regel auf die Schräge der Halfpipe. Das heißt: Man schlägt nicht direkt auf den Boden auf, sondern gleitet an der abgerundeten Wand hinunter, ähnlich als würde man auf einer Rutsche rutschen. Der Sturz wird also abgeschwächt.“

Trainer Lux übt mit jedem Schüler einzeln das Pushen in der Halpipe.

Hand in Hand übt Trainer Lux mit seinen Schülern das Pushen in der Halfpipe.

Lux übt mit jedem seiner Schüler einzeln in der Halfpipe, um ihnen die Angst zu nehmen – und es funktioniert, alle sind durchweg begeistert. Selbst Menschen, die noch nie zuvor auf einem Board gestanden haben, gelingt es an Lux’ Händen auf Anhieb. „Das tolle an der Halfpipe ist, das ich meine Schüler dort am Besten unterstützen und ihnen das Fahrgefühl vermitteln kann. Sie müssen nur einmal einen sicheren Stand auf dem Board finden und mir ihre Hände reichen, den Rest übernehme dann erstmal ich. So können sie sich voll aufs Fahren konzentrieren und die Geschwindigkeit genießen. Potenzielle Fehler- und Sturzquellen wie das Schwung holen und Wechseln der Fußposition fallen so weg“, erklärt der Trainer.

Das wollen wir natürlich auch einmal ausprobieren. Also rauf auf’s Board und los. Lux schiebt einen zunächst an und springt dann selbst auf sein Board. Zusammen gleiten wir in der Halfpipe hin und her. Dabei gewinnen wir zusehend an Geschwindigkeit und rollen immer höher. Die Angst verfliegt und dafür kommt ein Gefühl der Schwerelosigkeit. Der Trainer hat absolut Recht: Es war einfach und es hat wahnsinnig Spaß gemacht.

lux und kind

Lux ist immer voll bei der Sache und freut sich, wenn er bei seinen Schülern die Begeisterung für den Skatesport wecken kann.

„Wer einmal mit mir in der Halfpipe gefahren ist und den Kick gespürt hat, will gar nicht mehr aufhören. Dann ist der Funke übergesprungen und ich habe es geschafft, die Begeisterung für den Skatesport zu wecken“, sagt uns Lux. Die Begeisterung fürs Skaten wecken, das ist es, was Lux mit seinen Workshops vor allem erreichen möchte. Der 45-Jährige stand vor über 30 Jahren selbst das erste Mal auf einem Board und ist seitdem auch nicht mehr abgestiegen. Der passionierte Skater und Inhaber des Subvert Store in Hamburg nimmt selbst immer noch aktiv an Wettkämpfen teil, setzt sich für den Bau von Skateparks und -hallen ein und leitet seit mehr als 20 Jahren Workshops. Er lebt für den Skatesport – und das merkt man auch. Eigentlich sollte der Workshops nach anderthalb Stunden zu Ende sein. Nach zwei Stunden steht Lux allerdings immer noch im Skatepark und übt mit den Lütten. Die Zeit hat er dabei völlig vergessen. „Das passiert mir regelmäßig. Ich bin einfach so bei der Sache und freue mich, wenn meine Schüler mit Begeisterung dabei sind. Da habe ich die Uhr überhaupt nicht im Blick. Aber ich sollte wohl demnächst mal mehr darauf achten“, sagt Lux und lacht dabei.

Am Ende sind alle begeistert. Die einen haben heute die Grundzüge des Fahrens und Lenkens, andere einen Drop-In gelernt oder sich das erste mal in die Halfpipe getraut. Was sie lernen wollen und wie schnell, überlässt Trainer Lux seinen Schülern selbst. Frei nach dem Motto: Alles kann, nichts muss, bietet er verschiedene Lektionen an, gibt Tipps und korrigiert, zwingt aber niemandem zu einer Übung. Für die Teilnehmer steht fest: Wer noch kein eigenes Board besitzt, muss sich jetzt umgehend eins kaufen. Viele wollen auch noch einen weiteren Workshop von Volker Lux besuchen.

Die Location:

Der Einsteigerworkshop findet in der Regel im Skatepark Grindelberg in Hamburg, direkt vor dem Bezirksamt Eimsbüttel, statt. Das Areal bietet eine große asphaltierte und teils überdachte Fläche sowie einen kleinen Skatepark mit Miniramps, Halfpipe und Co. – die ideale Mischung um Anfänger in die Welt des Long- und Skateboardens einzuführen. Darüber hinaus werden auch spezielle Halfpipe-, Miniramp- und Kinderworkshops im gesamten Hamburger Stadtgebiet angeboten. Außerdem kann man Lux und seine Boards auch für Kindergeburtstage, Firmenevents, private Gruppen oder Ähnliches auch außerhalb Hamburgs buchen.

Neu: Die Workshops finden jetzt auch vermehrt im Skatepark unter der Hochbrücke in Pinneberg statt.

Inhalt des Workshops:

Der Einsteigerworkshop beinhaltet eine Erläuterung der unterschiedlichen Skate- und Longboardvarianten, das Erlernen des Fahrens, Lenkens und Bremsens, eine Einführung in die Sprungtechnik des Olli, das Pushen in der Halfpipe sowie den „Drop-In“ an der Miniramp. Auf Nachfrage erklärt Lux auch noch weitere Tricks und Techniken.

Trainer und Schüler üben gemeinsam den Olli.

Trainer und Schüler üben gemeinsam den Olli.

Preis:

Die Teilnahme an dem eineinhalbstündigen Workshop kostet 20 Euro inklusive eines 10-Euro-Wertgutscheins für den Subvert Store. Wer im Store ein Board kauft, darf gratis am Workshop teilnehmen, denn Volker Lux ist es besonders wichtig, dass „Neu-Skateboarder“ von Anfang an die richtigen Techniken erlernen und so die Leidenschaft für den Skatesport entwickeln.

Fitte Nordlichters Testurteil:

Workshopleiter Volker Lux ist ein durchweg sympathischer Typ, der mit ganzem Herzen dabei ist und sich große Mühe gibt, seine Begeisterung und Erfahrung an die Teilnehmer weiterzugeben. Seine Kurse gestalten sich sehr frei: In der ersten Hälfte des Workshops lässt Lux seine Schüler das üben, was sie möchten, beobachtet sie dabei und gibt ihnen Tipps. Im zweiten Teil des Kurses dürfen die Teilnehmer mit ihm in die Halfpipe beziehungsweise an die Miniramp. Wem das noch zu gewagt ist, der darf weiterhin frei fahren oder einfach zugucken.

Diese Variante hat den Vorteil, dass alle die ganze Zeit beschäftigt sind und niemand unnötig warten muss. Außerdem kann jeder in seinem individuellen Leistungslevel abgeholt und gefördert werden.

Die Auswahl an bereitgestellten Boards und Trainingstools wie Balanceboard – ein Brett auf einer Holzrolle, das zum Training des Gleichgewichts dient – und Softtrucks – ein Skateboard mit Gummiachsen statt Rollen, mit dem man gut Sprünge üben kann – ist sehr umfangreich, sodass man verschiedene Modelle testen und ihre jeweiligen Vor- und Nachteile entdecken kann. Besonderes Highlight ist natürlich das E-Board, das mit einer Fernsteuerung bedient und über einen kleinen Motor angetrieben wird.

Übrigens: Ein Helm ist während des gesamten Workshops Pflicht und muss selbst mitgebracht werden. Schoner können bei Bedarf vor Ort ausgeliehen werden.

Volker Lux ist nicht nur Workshopleiter und Skateshopbesitzer, sondern auch selbst aktiver Turnierfahrer.

Volker Lux ist nicht nur Workshopleiter und Skateshopbesitzer, sondern auch selbst aktiver Turnierfahrer. | Foto: © Oheim

Hier findet Ihr die Subvert Skate School:

Die Workshops der Skate School finden in verschieden Skateparks im Hamburger-Raum statt. Wo und wann der nächste Workshop stattfindet erfahrt Ihr unter:

http://www.subvert.de/workshops

Subvert Store:

Zusätzlich zur Skate School gibt es auch noch den Subvert Store mit einer großen Auswahl an Boards und Zubehör.

Beim Grünen Jäger 21,

20359 Hamburg-St.Pauli / Sternschanze

Telefon: +49 40 / 319 77 491

E-Mail: info@subvert.de

Öffnungszeiten:

Montags bis Freitags: 11:30 – 19:00 Uhr
Samstags 11:30 – 17:00 Uhr

 

Weitere Infos sowie aktuelle  Öffnungszeiten und Preise:

http://www.subvert.de

https://www.facebook.com/SubvertStore

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1 Antwort

  1. 1. Mai 2015

    […] Subvert Skate School in Hamburg: Der aktive Turnierskater Volker Lux und Inhaber des Subvert Skate Store in Hamburg bietet in seiner Skate School diverse Kurse für Long- und Skateboarder an. Von den Basics für Anfänger bis zum Halfpipe fahren ist alles dabei. […]

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